Tötung auf Verlangen

 
 
 
Es ist genau richtig, einen Menschen (oder andere Mitwesen) zu töten, wenn dies unter gesamtheitlicher Berücksichtigung des Sachverhaltes angemessen ist. Dabei ist die Motivlage des Handelnden unerheblich (Nur auf die Bewertung des Todes bezogen. Die Handlung kann bei niederen Motiven nichtsdestotrotz natürlich verachtenswert bleiben).
 
Dementgegen lautet die gesetzliche Regelung hierzu aber:

§ 216 Tötung auf Verlangen
(1) Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
 
(2) Der Versuch ist strafbar.
 
 

Wie man leicht erkennt sieht das Gesetz hier unabhängig von Angemessenheit der Tötung und unabhängig von der Motivlage eine Mindeststrafe vor, belässt also definitiv nicht die Möglichkeit, unter Berücksichtigung der Tatumstände die Strafbarkeit zu verneinen.